Private Krankenversicherung
- am 09.12.09
- Versicherungen
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Arbeitnehmer, deren monatliches Einkommen über der Versicherungspflichtgrenze von 4.050,00 Euro liegt sowie Selbstständige und Freiberufler sind verpflichtet, sich privat gegen Krankheit und deren Folgen zu versichern. Zum Einen besteht die Möglichkeit, freiwilliges Mitglied einer gesetzlichen Krankenkasse zu werden, zum Anderen natürlich, eine private Krankenversicherung abzuschließen.
Welche günstigen Tarifmöglichkeiten bietet die private Krankenversicherung
Der Markt der privaten Krankenversicherung ist hart umkämpft. Um auch die freiwillig gesetzlich Versicherten zum Abschluss einer privaten Krankenversicherung zu bewegen, hat es deutliche Änderungen in der Tarifstruktur gegeben. Mit der Einführung eines Basis-Tarifes bieten die privaten Krankenversicherer hier die Möglichkeit, sich adäquat zum Leistungskatalog der gesetzlichen Kassen zu versichern. Dies bedeutet natürlich, dass die Prämie geringer ist, die Leistungen aber nicht in vollem Umfang einer privaten Krankenvollversicherung entsprechen.
Auch der Hausarzttarif, bei dem die privat Versicherten zunächst einen Hausarzt konsultieren müssen, gibt Spielraum in der Prämiengestaltung.
Die Vorteile einer privaten Krankenversicherung
Die Vorteile einer privaten Krankenversicherung liegen aber ganz sicher in dem erheblich besseren Leistungspaket. Hierzu gehören unter anderem die bessere Unterbringung im Krankenhaus (mindestens 2-Bett-Zimmer und Behandlung durch den leitenden Arzt), verbesserte Leistungen im Bereich Zahnersatz, die Übernahme von Behandlungskosten durch Heilpraktiker und vieles mehr. Auf die Höhe der monatlichen Prämie kann der Versicherte Einfluss nehmen, indem er selbst bestimmt, wie hoch sein Eigenanteil pro Jahr ausfallen soll.
Viele private Krankenversicherungen bieten auch eine Prämienrückgewähr bei Nichtinanspruchnahme an, die bis zu drei Monatsbeiträge betragen kann.
Mitversicherte Familienmitglieder
Im Gegensatz zur gesetzlichen Krankenversicherung gibt es in der privaten Krankenversicherung keine beitragsfreie Mitgliedschaft für Ehepartner und/oder Kinder. Diese müssen ebenfalls privat versichert werden. Trotzdem ist es häufig günstiger, die private Krankenversicherung zu wählen, weil die Beiträge bei einer freiwilligen Mitgliedschaft in einer gesetzlichen Krankenkasse einkommensabhängig gestaffelt werden. Hier kann der Beitrag bei gut Verdienenden also durchaus deutlich höher ausfallen, als es bei einer privaten Krankenversicherung der Fall ist.
Eine Entscheidung auf Zeit oder für immer?
Zu überlegen ist, dass ein Wechsel zurück in die gesetzliche Krankenkasse nur unter ganz bestimmten Umständen möglich ist, zum Beispiel bei der Wiederaufnahme einer versicherungspflichtigen Beschäftigung. Ansonsten ist die Entscheidung, eine private Krankenversicherung zu wählen, bindend und kann auch im Rentenalter nicht geändert werden.
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